Donnerstag, 8. November 2012

SuperSpecialGeburtstagsPost


Der heutige Tag fing persönlich für MICH nich sooo schön an.
Aber schwupp di wupp und Schwann drüber :D Mama hat Geburtstag heute.
Und es gab gleich 2 Gründe zum feiern.
Natürlich das neue Lebensalter und wunderbar gestiegene Leukos

Wuuuhuuuu

Von 2,6 vom Montag sind wir heute bei 3,2 und damit durchaus zufrieden.
Somit hoffen wir natürlich das sie bis nächste Woche Montag, zur nächsten Entnahme des Blutes noch mehr ansteigen und sie wieder stark in die nächste Chemo gehn kann.
Meine Mama war so glücklich heute, das sie mich mit FreudesTränen umarmte.

ABER nun muss sie sich langsam von Ihren Haaren verabschieden.
Heute morgen unter der Dusche war das erstmal nicht so ein tolles Geschenk, aber wir wissen ja das sie wunderbar wieder nachkommen :)
 
Das Wetter bei uns ist leider nicht soo schön das wir großartig etwas unternehmen könnten und da mein Vater als selbstständiger Unternehmer unter der Woche leider nicht da ist sind wir Frauen allein.
Jetzt ist gerade Mittagszeit und für meine Mutter gibt es heute eine ExtraGeburtstagsSuperLeckerLasagne.
Also eben eine gaaanz gaaanz besondere.








Gesättigt kommt jezz der BESTE Teil des Tages :) Mittagsschlaaaaaf.
Dann noch nen lecker Käffchen und frisch gebackene Geburtstagskrapfen. Und heute Abend?
Stoßen wir noch an. Natürlich alkoholfrei :)





Lassen wir die Korken knallen <3 <3 <3 <3






Mittwoch, 7. November 2012

Leukozyten / Chemotagebuch Teil 5

Was sind Leukozyten?

Dr. med. Karlheinz Zeilberger, Facharzt für Innere Medizin

Was sind weiße Blutkörperchen (Leukozyten)?

Weiße Blutkörperchen sind bestimmte Zellen im Blut. Ihre Hauptaufgabe ist die Abwehr von Krankheitserregern. Die weißen Blutkörperchen stammen alle von einer gemeinsamen Vorläuferzelle ab, der sogenannten pluripotenten Stammzelle. Spezielle Wachstumsfaktoren sorgen dafür, dass sich aus der Stammzelle weiße Blutkörperchen entwickeln. Dies geschieht vor allem im Knochenmark.

 Weiße Blutkörperchen stellen im Körper gewissermaßen die "Blutpolizei" dar. Sie machen Krankheitserreger unschädlich und schützen so den Körper vor Infektionen. Sie spielen eine wesentliche Rolle bei Entzündungen, bakteriellen Infektionen und Wurminfektionen sowie bei allergischen Reaktionen und bei Autoimmunkrankheiten, bei denen der Körper fälschlicherweise eigene Zellen und Gewebe angreift.

 Von links nach rechts: Erythrozyt (rotes Blutkörperchen), Thrombozyt und Leukozyt im Rasterelektronenmikroskop.

Ca. 10 - 14 Tage nach der Chemo sinken die Werte auf einen sehr niedrigen Wert. Um dann zu Beginn der neuen Therapie wieder zu steigen.

Machen sie sich prinzipiell aber keine Gedanken über das Spritzen. Bei den meisten Frauen muss gespritzt werden um die Leukos wieder in einen Normalwert zu bekommen.
Diese Spritzen werden in den Bauch injeziert. Dies kann selber durchführt werden oder vom Arzt.

Gesunde Ernährung, viel frische Luft und Bewegung helfen definitv den Körper und das Immunsystem zu stärken... Das der Leukowert abfällt kann aber meist leider nie komplett verhindert werden.



Heute ist der 14te Tag nach der ersten Chemotherapie. Übelkeit und Unwohlsein sind verflogen. Als neue Nebenwirkung heißen wir das Schwindelgefühl willkommen. Willkommen heißen wir es deshalb, weil man Nebenwirkungen bei einer Chemo unbedingt braucht um zu merken das der Chemiecocktail anschlägt. Doch mit diesen Nebenwirkungen kann man doch noch gut leben.
Als Patient und auch als Begleitperson.

Das Schwindelgefühl und die Müdigkeit die ab und an einsetzen sind wohl auf die niedrigen Leukowerte zurückzuführen. Vor 2 Tagen lagen diese bei gerade noch 2,6. Unter 2 müssen wir spritzen gehn und so kurz vor der neuen Chemo die in 7 Tagen fällig is steht die weitere Behandlung auf dem spiel.

Noch eine neue Entdeckung musste meine Mutter machen... Auswirkungen der Chemo... Haarausfall.
Nur fing dies bei ihr jetzt im Schambereich an. Das sind aber irgendwie Dinge über die wir gut lachen können :D

DInge vorüber man nich lachen kann, das JEDER aber auch JEDER zu ihr kommt, sie bemittleiden möchte und Ratschläge zur Heilung geben möchte.
Meine Mutter ist mittlerweile in einer sehr guten Verfassung. Eine in der sie stark genug is und vorallem realistisch genug. Sie weiß was ihr fehlt und was sie noch alles tun muss damit es besser wird. Doch immer wieder in der Wunde rumzustechen bringt keinem was.
Bin ich dabei stoppe ich die Leute... selbst wenn sie dann böse auf mich sind. Was kümmert es aber mich :D




Ungefähr so schaut es heute bei uns aus wenn man aus dem Fenster schaut :(
ABER
ABER
ABER
auch solche Tage wird es geben und das können wir am wenigsten beeinflussen. Ich mach mir mit meiner Mama heute einen gemütlichen Tag. Schön auf dem Sofa liegen und später gibt ein Stück Kuchen und eine schöne warme Tasse Tee <3 <3

















Samstag, 3. November 2012

Linderung von Nebenwirkung - Übelkeit u. Erbrechen / Chemotagebuch Teil 4

Nebenwirkung ÜBELKEIT

Die wahrscheinlichste Nebenwirkung die bei der Behandlung eintreten kann ist die Übelkeit die in Fällen sogar bis zum Erbrechen gehen kann.
Wer mag das schon?
Dieses unwohle Gefühle im Magen... Zudem hat man dann auch keinen Hunger mehr.
Eben das führt bei einigen Chemopatienten zu Gewichtsverlust.

Am Anfang jeder Chemo bekoomt man heutzutage Mittel mit in die Venen gespritzt welche das Unwohlsein weitestgehend einmildern sollen. Es liegt jedoch am Körper selber was er gut annimmt und was nicht. Des weiteren wird zwischen den Infusionen nichtchemnische Flüssigkeit beigefügt um die Verträglickeit noch mehr zu gewährleisten.
Oftmals liegt es nicht nur an den Chemomedikamenten, sondern auch daran das die Infusionen zu schnell durch die Venen laufen.
FÜR DEN KÖRPER IST DAS EINFACH ZU VIEL!!!

Ganz ausbleiben wird es jedoch nicht. Sie können so einige Dinge für sich tun, doch was bei wem am besten hilft... das muss ihnen Ihr Körper selber zeigen.

Medikamente gibt es einige. Achten Sie darauf das dies reinpflanzliche Medikamente sind. Ihr Körper trägt inzwischen schon genug Chemie mitsich. Fügen sie ihm nicht noch mehr hinzu.
MCP - Tropfen haben bei einigen Patienten geholfen. Diese sind verschreibungspflichtig.
Fragen sie in Ihrer Apotheke ansonsten nach homeophatischen Mitteln.
Ein weiteres super pflanzliches Mittel ist zum weiteren der TEE. Kümmel, Anis, Fenchel, Kamille und besonders auch Ingwer wirken beruhigend auf die angegriffene Magenschleimhaut.



Viel spielt sich auch bei dieser Nebenwirkung im Kopf ab. Wenn sie daran denken, permanent, wird ihnen mit Sicherheit oft übel sein. In Momenten wo es besonders schlimm ist, lenken sie sich am besten ab.
Der Umgang zu lieben Menschen bewirkt da oft kleine, GROßE Wunder... Bitte keine Menschenmassen, denn die Ansteckungsgefahr an Erkältungen etc ist in diese Zeit besonders groß und Ihr Körper kann so etwas, nicht noch benötigen.

Tipps gegen Übelkeit und Erbrechen

  • Machen Sie Entspannungsübungen zur allgemeinen Stärkung.
  • Atmen Sie bewusst langsam ein und aus, wenn Ihnen übel ist.
  • Vermeiden Sie sehr zucker- und fetthaltige Speisen.
  • Tragen Sie weite Kleidung, damit der Magen nicht zusätzlich eingeschnürt ist.
  • Ingwer hilft als natürliches Mittel gegen Übelkeit.

ESSEN DAS WAS IHNEN SCHMECKT!!
Ernähren Sie sich ausgewogen und trinken sie besonders viel.






 

Die erste Chemo ist nun ca. 1 1/2 Wochen her. Kleiner Nebenwirkungen wie den Schüttelfrost den sie von Beginn an hatte, ist immernoch da. Sie ist sehr oft, sehr schnell gestresst und nach einem EInkauf oder einem Spaziegang muss sie sich erstmal Ruhe gönnen.

Ansonsten hat man den Eindruck das die Gifte mehr und mehr austreten und sich ihr Körper mehr und mehr normalisiert. Dann sollte wohl auch so sein... denn in 1 1/2 Wochen kommt ja wieder die nächste Chemo. Die meisten Chemopatienten sagen das jede weitere schlechter vertragen wird :/
Wir werden sehen, spekulieren hilft uns da garnicht.
LeukoWert am Donnerstag lag bei 3,6

Meine Mutter zeigt sich selber gerade als eine sehr starke und selbstbewusste Frau.
Zwar ärgert sie sich hin und wieder das sie eben nicht so fit ist und dann wird auch mal etwas gejammert :D aber sie muss nicht die ganze Zeit darüber reden.
Leider geht des dem Umfeld nicht so. Jeder spricht sie darauf an und hat meist irgendwelch ganz furchtbaren Dinge gelesen.
Als würde es ihr etwas bringen die Krankheit, den Befund und jetzt die Therapie noch schlechter zu reden.
Zum Glück sind das alles Dinge die sie zum einen Ohr herreinlässt und zum andern Ohr wieder hinaus.
Wir hoffen wohl alle das diese Einstellung so bleibt :)

Montag, 29. Oktober 2012

Ablenkung ist die beste Medizin - Chemotagebuch Teil 3

Nebenwirkung - Psyche

Viele Dinge passieren im Kopf.
Vor der Behandlung, während der Behandlung und selbst danach.
Ungewissenheit und Ängste machen sich breit. Sie sind in dem Fall das natürlichste der Welt aber wie kann ich gegen diese ankämpfen.
Während der kompletten Therapie ist es wohl das wichtigste selbstbewusst und stark an jeden Tag herranzutreten.
Sie müssen da jetzt durch, Ihnen bleibt nichts anders übrig, also stecken Sie nicht den Kopf in den Sand.


Müdigkeit, Erschöpfung, Depression

Noch vor wenigen Jahren gingen Experten davon aus, dass die typische Müdigkeit vieler Krebspatienten auf eine Störung der Blutbildung durch Zytostatika zurückzuführen sei: Die Chemotherapie beeinträchtigt auch die Bildung der Sauerstoff transportierenden roten Blutkörperchen, was sich am Absinken des Hämoglobin-Wertes im Blut zeigt und als Anämie oder Blutarmut bezeichnet wird.
Heute weiß man, dass das Phänomen der so genannten Fatigue weit komplexer ist und dass auch die Frage der Krankheitsverarbeitung eine Rolle spielt. Vor allem bei lang anhaltender Erschöpfung haben die meisten Patienten gar keine nachweisbare Anämie, so dass eine Behandlung zum Beispiel mit Wachstumsfaktoren der Blutbildung als Fatigue-Therapie nicht in Frage kommt. Schonen und Ruhe haben sich zudem als falsche Strategie erwiesen - heute wird Krebspatienten eher zu Sport und Bewegung geraten.






Freitag, 26. Oktober 2012

Linderung von Nebenwirkungen auf der Haut / Chemotagebuch Teil 2

Nebenwirkungen auf der Haut richtig behandeln


Durch die Chemotherapie werden der Haut die Eigenfette stark entzogen. Das heißt, die Haut trocknet aus.
Meist kommt es zu Rötungen und seltener auch zu Blasenbildung.
Gerade wenn die Chemo nach der Operation gemacht wird kann es an der frischen Narbe unangenehm werden, auch bei gesetzten Port.

Infos zum Port: Infusion oder Port zur Chemo

Um die Haut also jetzt zu schützen nutzen sie fettreiche Cremes und Salben ohne Parfürme. Die Haut einen pH-Wert von 5,5 % .
Sie finden Produkte mit diesem Wert in Vaseline oder Melkfett.
Wenn sie möchten können sie sich allerhand Produkte in der Drogerie kaufen.
pH-neutrale Duschgels, Haarshampoos und Bodylotions.
z.B.  Die Produkte von ISANA, bei Rossmann erhältlich




Gerade Hände und Füße können stark strapaziert sein und so müssen Sie besonders diese vor Austrocknung schützen. Und das noch bevor sie aufreißen und anfangen zu bluten.
Gutes Mittel dafür ist Handelsübliches OLIVENÖL. Machen sie für Ihre Hände doch zum Beispiel ein rein pflanzliches Handbad.


Handbad mit Olivenöl

Sie benötigen:
  • 100 ml Olivenöl
Erwärmen Sie das Olivenöl leicht in einem Topf und geben Sie es dann in eine flache Schüssel. Nun baden Sie abwechselnd die Hände für ein paar Minuten darin. Die Olivenölreste an den Händen massieren Sie abschließend ein. Alternativ können Sie auch das Olivenöl auf den Händen belassen, Einmal-Baumwollhandschuhen aus der Apotheke darüber ziehen und das Öl über Nacht einziehen lassen.


Handbad mit Olivenöl und Buttermilch, Quark oder Sahne

Für dieses Olivenhandbad benötigen Sie:
  • 100 ml Buttermilch, Sahne oder mit Milch verdünnten Quark
  • 2 EL Olivenöl
Die Buttermilch, Sahne oder mit etwas Milch verdünnten Quark in einem Topf leicht erwärmen, das Olivenöl darunter quirlen und in eine flache Schüssel geben. Baden Sie Ihre Hände einige Minuten oder so lange es Ihnen gut tut darin und tupfen Sie die Hände danach nur mit einem Tuch trocken.

Quelle: www.leben-kunst.de





Wichtiger als alle Cremes und Öle dieser Welt ist aber die Flüssigkeitszufuhr IM KÖRPER.
Trinken sie sehr viel... passen sie jedoch mit scharfen Säften auf. Diese sollten sie mit etwas Wasser verdünnen. Ansonsten ungesüßten Tee und viel Wasser.

Verspüren sie mal den Durst auf ein Glas Bier oder ein Glas Sekt?
Dann gehen sie dieser Lust nach. Ihnen wird all das helfen, was ihnen gut schmeckt.

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen.






Die erste Nacht... wenig Schlaf, ständige Toilettengänge vom vielen trinken. Aber das war ja nun alles noch sehr erträglich.
Der Morgen fing gut an. Meine Mutter hatte gesunden Hunger und bis auf ein paar leichte Kopfschmerzen keinerlei Probleme. Ein Spaziergang nach dem Frühstück schaffte dafür Absorge.

Zum Mittag wollten wir es was das Essen anbetrifft lieber ruhig angehen. Eine Suppe mit Nudel und Eierflocken sollte den Magen mal lieber vorsorglich schonen.

Ironischer weise bekam meine Mutter später am Tag im ganzen Gesicht bis hin zur Brust eine Krebsrote Haut. Sie sagte es wäre ein Gefühl wie nach einem langen Spaziergang an der kalten Luft und dann kommst du rein in die warme Stube.
Wenn man dies vom Winter kennt, weiß man das es für ein paar wenige Minuten erträglich ist. Doch über Stunden verteilt ist es doch schon ein unschönes Gefühl.
Das übetrug sich leider auch auf ihre ja doch noch frischen Narben, der tumoroperierten Seite und des Portes. Überall rieb es zwickte und zwakte.

Übelkeit und Erbrechen blieben ihr am Tag nach der Chemo erspart. Scheinbar hat das Kortison bei ihr allerhand eigendämt und schlug gut an.

Doch abends wieder das Problem der Schlaflosigkeit. Sie wollte nicht müde werden und saß noch bis 12 Uhr mit mir im Wohnzimmer schaute TV und fing an einen Schal zu stricken :D
Sonst wäre meine Mutter um diese Uhrzeit schon 3 mal auf ihrem Sessel tief und fest eingeschlafen :)

Diese Nacht war dann jedoch trozdem sehr ruhig und entspannend für sie.


Donnerstag, 25. Oktober 2012

Der Port und Unser Chemotagebuch Teil 1


Mit Port oder Infusion zur Chemotherapie?

 Für Patienten, die häufiger und/oder über einen längeren Zeitraum Zytostatika benötigen, kommt neben der Infusion über einen Venenkatheter auch die Implantation eines sogenannten Ports in Frage: 
Ein Port ist ein kleines Reservoir aus sterilem Material, das bei einem ambulanten chirurgischen Eingriff unter die Haut eingesetzt wird, oft in der Nähe des Schlüsselbeins. Von diesem Reservoir aus besteht über einen dünnen Schlauch eine Verbindung mit einer großen Vene. Ist der Port nach rund einer Woche erst einmal eingeheilt, muss nicht mehr jedes Mal eine Vene angestochen werden, um die Zytostatika-Infusionen zu legen: Nur noch das Reservoir wird mit einer speziellen Nadel durch die Haut anpunktiert.







Die erste Chemo stand in den Startlöchern und das Bauchweh aus Angst davor, weil man nicht genau weiß was passieren wird, wurde immer größer. Die Nächte hingegen wurden immer kürzer.
Nicht nur bei meiner Mutter sondern bei allen nahestehenden Beteiligten.
Einen solchen Krankheitsfall hatten wir einfach in Unserer Familie noch nicht gehabt.
Und zumal ich wusste ich bin dann mit ihr allein. Die Tage vor der Chemo, bei der Chemo und die Tage nach der Chemo.
Mein Vater ist Selbstständig und arbeitet ausschließlich in anderen Bundesländern. 
So gern er auch an der Seite meiner Mutter stehen würde kann er seine Firma nicht hängen lassen.

Nachdem die letzte Nacht vor der Chemo nun also auch furchtbar, (ich träumte jede Nacht, von meiner Mutter... Ob daheim oder im Krankenhaus, die Krankheit ließ mich nicht ruhen)
und bereits um 6 Uhr zuende war, versuchten wir beide etwas zu essen.
Ein extrem mulmiges Gefühl bereitete mir echt Übelkeit. Da ich mir mein Brötchen, aber schließlich reinzwang, viel es meiner Mutter auch ganz einfach ordentlich zu frühstücken.

Die Autofahrt zum Facharzt, der die Therapie durchführte, war sehr ruhig.
UNÜBLICH FÜR MAMA UND TOCHTER :D
Um 8 Uhr hatten wir den Termin und wurden auch dringlichst aufgerufen pünktlich zu sein und überhaupt zu erscheinen. Unglablich teuer diese Medikamente. Da lacht man über jedes Grippemittel aus der Apotheke.

Der Artz legte den Port meiner Mutter frei. Sie hatte ihn vor 5 Tagen erst eingesetzt bekommen. Die Narben waren aber super verheilt und außer das die Haut grün, blau und lila war, hatte sie laut dem Arzt einen super Chirug. 
Er suchte den Eingang vom Port und injizierete dort als erstes 2 Mittel die, die teilweise so schlimmen Nebenwirkungen eindämmen sollen. 
Meine Mutter merkte diese Medikamente mit einem extremen kribbeln welches im Kopf beginnt und in der Leiste endet.
Sie selber empfand es ganz und garnicht als kribbeln... wie Tausend Stecknadeln, so beschrieb sie das Gefühl. 

Auf einem super bequemen Sessel durfte sie es sich nun gemütlich machen und die Infusionen ohne zutun durch den Körper laufen lassen.
Beginnend mit dem ersten rotfarbenen Medikament (G-5), weiterführend mit ca 150ml Kochsalzlösung die die Vertäglickeit noch besser gewährleisten und die Venen schonen soll.
2 weitere Medikamente folgten und die Therapie endete nach ca. 4 Stunden mit einer Kochsalzlösung.

Wir wurden von dem Arzt und den  Schwestern klasse versorgt. Immer wieder schaute jemand nach meiner Mutter, fragten nach Ihrem Wohl und ließen sich auch immer mal wieder Zeit meiner Mutter Fragen zu benantworten.
Der Arzt machte reichlich sarkastische Späße, dies aber machte alles sehr schnell, sehr vertraut und meine Mutter fühlte sich reichlich wohl.
So sehr das sie auf dem SuperSessel immer wieder einschlief :)

Ein Toilettengang zwischen der Therapie war mit Hilfe der Schwester keinerlei Problem. Die Infusion wurde kurz abgeklemmt und meine Mutter konnte sich von ihrem rötlich gefährbten Urin begrüßen lassen.
Dies ist nach der Chemo ganz normal, da das erste Medikament eine rötliches glucosehaltiges Medikament gewesen ist.

Die letzten ca 7 Min in der die abschließende Kochsalzlösung durchlief, nahm sich die Schwester noch Zeit um uns über Nebenwirkungen und Zuzahlungen zu informieren.
tausende Euro kommen da zusammen, so das man mir Sicherheit nach der Behandlung nicht mehr zuzahlungspflichtig ist.

Meiner Mutter ging es sehr gut nach der Behandlung. So führte uns der Heimweg noch vorbei am Discounter. Ein schönes Mittagessen, viel Obst, viel Gemüse, Fertigkompott. Man weiß ja nicht wie die nächsten Tage werden. Den dies waren die Worte vom Arzt.
SIE WERDEN DIE NÄCHSTEN 3 TAGE AN UNS DENKEN!!

Meine Mutter war seh blass im Gesicht, was mir bei Ihr schon Angst macht, weil sie niemals ihre gesunde Farbe aus dem Gesicht verliert.
Der Rest des Tages verlief ruhig bei uns.
Sie hatte keinerlei Beschwerden und hat auch die Nacht ohne Erbrechen und Übelkeit verlebt.


Das sind die frischen Narben, jetzt 6 Tage alt vom Port meiner Mutter. Das es Komplikationen mit dem einsetzten gab musste am Hals ein 2ter Schnitt gemacht. Das Röhrchen verkäuft nun über das Schlüsselbein.







Mittwoch, 24. Oktober 2012

Der Tumor ist entfernt! Und wie gehts jetzt weiter?

Die meisten Patienenten und auch Außenstehenden sind erschrocken das es doch ein sooo langer Weg ist. Gerade meist nach der Operation.
Welche Therapie angewandt wird ist hier von der Tumorgröße und der Diagnose auf Befall des Wächterlympknotens abhänging.

Wenn der Tumor rechtzeitig erkannt worden ist und somit noch relativ klein, wird erst operiert und dann weiter therapiert.

Man unterteilt in 3 Säulen: 

  1. Operation
  2. Bestrahlung
  3. Behandlung mit Medikamenten (Chemotherapie, Hormontherapie, Therapie mit Antikörpern)

Die Chemotherapie - zytostatische Behandlung

Chemos haben in der Brustkrebsbehandlung einen hohen Stellenwert.
Nicht jede Form von Brustkrebs kann mittels einer Chemo behandelt werden.
Wie die Chemo dosiert, welche Dauer, welche Zusammensetzung und zu welchem Zeitpunkt des gesamten Behandlungsprozesses eingesetzt wird, ist abhhänging vom Tumor.

Je nachdem, in welcher Phase einer Brustkrebserkrankung eine Chemotherapie durchgeführt wird, unterscheidet man eine primäre (neoadjuvante), adjuvante oder palliative Therapie.


Primäre Behandlung

Diese Behandlung wird vor einer Operation durchgeführt ( wenn Tumor zu groß ist oder entzündlich).
Zu groß bedeutet laut klinischer Studien ab 2 cm.
Meist können dadurch größere Tumore so geschrumpft werden das nach nachher eine brusterhaltende Operation zu stande kommen kann. Für jede Frau natürlich eine enorme Erleichterung.
Doch nicht immer werden sie wirklich kleiner, sondern zerfallen in viele kleiner Tumore. Dies gehört aber zur absoluten Seltenheit.


Adjuvante Behandlung

Sie ist die am häufigsten angewandte Behandlung und geschieht nach der Operation.
Sie wird in bestimmte Schemate aufgeteilt die auf jeden Patienten abgestimmt werden.

FEC - Schema
FAC - Schema
TAC - Schema
FEC Doc - Schema
EC - P (D) - Schema

Meist sind es 6 Sitzungen alle 21 Tagen.

Diese Schematen nehmen wir hierbei nicht auseinander.
Die Fachärzte ennehmen daraus die verschiedenen Wirkstoffe. Das ist etwas für Mediziner, nicht für UNS  :)


Wie wirkt die Chemotherapie?

Die Medikamente werden aus Pflanzen und Pilzen gewonnen oder chemisch hergestellt.
Sie hemmen die Teilung von Zellen und verhindern somit Wachstum der Geschwulst.
Je nach Erkrankung betsteht die Möglichkeit eine vollkommenen Heilung.
Meist werden die verschiedenen Medikamente gleichzeitig oder nacheinander angewandt um einen möglichst großen Effekt zu erzielen.
Während der Behandlung wird durch regelmäßige Untersuchungen überprüft, ob die Medikamente wirken und wie sie Ihr Körper verträgt.

Über die Venen gelangen die Medikamente in den gesamten Körper, entweder über einen Kanal im Arm oder, wenn die Venen es nicht besonders gut zulassen über einen sogenannten PORT. Meist ist das für die Patienten angenehmer da nich immer wieder neu eingestochen werden muss und man Bewegungsfreiheit während der Behandlung hat.
Infos zum Port folgen :)




Nebenwirkungen 

Die Medikamente sind hochwirksam. Hierbei trifft es nich nur die Geschwulstzellen sondern auch gesunde Gebwebszellen. Deshalb KANN es zu schweren und auch lebensbedrohlichen Nebenwirkungen kommen.

  • Knochenmark 
Die Anzahl der weißen Blutkörperchen verringert sich. Da bei Abfall der Blutwerte (Leukos) die Infektionsanfälligkeit steigt müssen regelmäßige Blutbilder erstellt werden.
Störungen der Blutgerinnung können ebenfalls auftreten. Dies merken sie an Blutpunkten auf der Haut, Nasenbluten, Schleimhautbluten oder Sehstörungen.

  • Verdauungstrakt
Früher waren Übelkeit, Erbrechen und Appetitslosigkeit ein ständiger Begleiter von Chemos. Heutzutage können diese durch Begleitmedikamente gelindert oder gar komplett eingestellt werden.
Darmträgheit und Durchfälle können Nebenwirkungen sein.

  • Haare und Haut
Im Allgeminen führen Chemos zu Haarausfall. Insbesondere Kopfhaar, aber auch Augenbrauen, Wimpern, Barthaare und Schamhaare.
Die Haare wachsen jedoch nach oder schon während der behandlung wieder nach.

PATIENTENERFAHRUNG
Verlorene Kopfhaare, wachsen dicker und stärker wieder nach. Für Frauen mit dünnem Haar ein kleiner Trost der ganzen Strapaze :)

Es treten meist Farbveränderungen (lilafarben) der Finger- bzw. Zehnnägel auf.
Entzündliche Reaktionen der Haut mit Hautrötungen, Blasenbildung und Hautabstoßungen gehören oftmahls dazu.

  • Keimdrüsen
Bei Frauen treten Unregelmäßigkeiten in der Regelblutung auf, teilweise bleibt sie während der Behandlung völlig aus.

  • Nervensystem
Es kann zu Kribbeln und/oder Pelzigkeitsgefühl in händen und Füßen kommen.
Ebenso kann eine Abschwächung der Muskelkraft auftreten.
Manche Chemos führen zu Geschmacksstörungen, Kälteempfindlichkeit oder Muskelkrämpfen.
Vorrübergehend treten auch psychische Verrstimmungen auf.


Was Ihnen helfen kann gewisse Nebenwirkungen ertäglicher zu machen?

Darüber erstelle ich einen gesonderten Post.

Mit Tipps von Ärtzen und was den Patienten am besten geholfen hat.